Sonntag, 13. August 2017

Rezension zu ,,Die Runen der Freiheit" von Michael Peinkofer

Inhalt:

Töte William Wallace, den Rädelsführer der aufständischen Schotten. Eadrics Auftrag scheint klar. Bevor der junge Angelsachse ihn jedoch ausführen kann, gerät er in die Hände von Wegelagerern. Ausgerechnet ein Trupp Schotten rettet ihm das Leben und nimmt ihn bei sich auf. Bald schon kommen Eadric Zweifel an seiner Mission, so offensichtlich ist die Brutalität, mit der die Engländer in den Highlands vorgehen. Und dann ist da auch noch Avelina, die Tochter des Clansherren, in die er sich verliebt. Als die Lage sich zuspitzt, steht fest, für wen er kämpfen wird - auch wenn er dafür in die Rolle eben jenes Mannes schlüpfen muss, den zu töten er aufgebrochen ist: William Wallace. 






Rezension:


Gerade habe ich ,,Die Runen der Freiheit" beendet, nachdem ich eine ganze Woche für das Buch gebraucht habe. Eigentlich nicht lange, wenn man bedenkt, dass es 520 Seiten hat und historische Romane sind ja immer etwas anspruchsvoller und ziehen sich im Allgemeinen in die Länge. 
Allerdings war dieses Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig, weshalb sich das In die Länge ziehen keineswegs negativ angefühlt hat. 

Das Buch ist überwiegend aus der Sicht von Eadric geschrieben, zwischendurch gibt es auch mal Kapitel aus Sicht seines Bruders, seiner Frau oder dem König, aber diese sind eher selten. 
Obwohl ich eigentlich lieber Bücher aus Sicht von weiblichen Protagonisten lese, aus dem einfachen Grund, da man sich als Frau in diese natürlich besser hineinversetzen kann, muss ich sagen, hat mir das hier überhaupt nichts ausgemacht. Ich mochte Eadric von Anfang an, er war mir gleich sympathisch und ich habe die ganze Zeit mit ihm gefühlt. 

Am Anfang des Buches ist Eadric acht Jahre alt, dann kommen zwei oder drei Kapitel, in denen er zwölf ist und schließlich geht die Hauptstory los, da ist er 19. 
Und das bleibt er dann auch erstmal. Gegen Ende kommen nochmal ein Zeitsprünge, aber immer nur von ein paar Monaten oder auch mal einem Jahr, aber insgesamt vergehen nur 6 oder 7 Jahre, so dass die Alterspanne sich nicht allzu sehr verändert.

Das Setting des Buches war natürlich mein persönliches Highlight, da ich ein großer Fan von Schottland bin. Zwar bin ich selbst leider noch nie dort gewesen, will das aber unbedingt irgendwann mal nachholen. 

Und auch die Geschichte um William Wallace, den Anführer des schottischen Aufstands gegen England fand ich wirklich sehr interessant. Schon in anderen historischen Romanen kam dies zum Thema, meistens aber nur flüchtig, weswegen ich dieses Buch unbedingt haben musste, als ich gelesen habe, dass es genau darum geht.

Insgesamt betrachtet, passiert die ersten beiden Drittel des Buches zwar geschichtlich nicht allzu viel, trotzdem war es wie schon erwähnt, nicht ein einziges mal langweilig. Allein Eadrics Zwiespalt, in dem er steckt, seinen Auftrag zu erfüllen, den er auszuführen geschworen hat oder sich den Schotten anzuschließen, mit denen er sich mehr und mehr verbunden fühlt, hat für ausreichend Spannung gesorgt.    
 
Wer gerne historische Romane liest und sich für Schottland und dessen Geschichte interessiert, für den wird dieses Buch genau das richtige sein.

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