Samstag, 26. August 2017

Rezension zu ,,Krone und Feuer" von Linnea Hartsuyker

Inhalt:

Norwegen, Ende des 9. Jahrhunderts: Das Land ist in einzelne Königreiche zersplittert. König kämpft gegen König, Nachbar gegen Nachbar. Seit dem Tod ihres Vaters haben Ragnvald und seine Schwester Svanhild nur ein Ziel: die Ländereien ihrer Familie zurückzuerobern. Ragnvald schließt sich dem Kriegszug des mächtigen Wikingerkönigs Harald an, der sich anschickt, das Land unter seiner Herrschaft zu vereinen. Ein erbitterter Kampf um die Krone entbrennt. Während Ragnvald in der Gunst Haralds steigt, bleibt Svanhild nichts als die Rolle einer politischen Schachfigur, durch deren Heirat neue Allianzen geschmiedet werden können. Ausgerechnet Ragnvalds Erzfeind bietet ihr die Freiheit, die sie sucht...

 

  

Rezension:


Erst einmal muss ich sagen, dass ich ein großer Fan bin von historischen Romanen, die in nordischen Ländern spielen und von Wikingern handeln.
Daher musste dieses Buch natürlich unbedingt in meinen Besitz, nachdem ich es entdeckt und den Klappentext gelesen habe. 

Es fällt mir ziemlich schwer, dieses Buch zu bewerten, da ich, was das betrifft, in einer Art Zwiespalt bin. 
Einerseits war die Geschichte an sich wirklich gut und interessant und wie schon gesagt genau nach meinem Geschmack. Andererseits hat sie sich auch gezogen wie Kaugummi, was mir das Lesen um einiges erschwert hat.

Ich habe eineinhalb Wochen für dieses Buch gebraucht, was für manche vielleicht nicht lang ist, für mich aber schon länger, als ich normalerweise für ein Buch brauche. Aber das ist eigentlich nicht das Problem, sondern eher, dass es mir viel länger vorkam, als es eigentlich war. Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit. 

Ich hatte natürlich auch weniger Zeit zum Lesen aufgrund von meiner Arbeit etc, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, einfach nicht weiterzukommen. 
Ich merkte selbst, wie ich beim Lesen ungeduldig wurde und eigentlich nur noch darauf gewartet habe, dass ich es endlich beenden und zum nächsten Buch greifen kann. 
Und das verdirbt einem natürlich den Lesespaß. 
Natürlich ziehen sich historische Romane generell etwas länger, denn sie sind eben meistens sehr dick und haben viele Seiten und auch der Schreibstil ist anspruchsvoller, doch mir kamen hier einige Beschreibungen eher unwichtig und zu lang vor. Manche Dinge, die über 20 Seiten ausgearbeitet wurden, hätte man auch in 5 Seiten abhandeln können.

Hinzu kommt, dass ich keine richtige Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte.
Sie waren mir nicht unbedingt egal, aber richtig in sie hineinfühlen konnte ich mich auch nicht. Es kamen einfach keine richtigen Gefühle rüber, es war, als wäre einfach alles neutral gehalten. 

Und genau da beginnt mein Zwiespalt. Einerseits finde ich die Geschichte an sich total interessant, die geschichtlichen Hintergründe, das Setting in Norwegen, das Leben der Wikinger, und will natürlich wissen, wie es ausgeht. Andererseits mache ich mir Sorgen, dass auch Band 2 sich wieder so ziehen könnte und die Charaktere weiterhin so undurchsichtig für mich bleiben. 

Ob ich mir Band 2 also zulegen werde, wenn dieser erscheint, weiß ich jetzt noch nicht. Vermutlich schon, aber sollte ich wieder solche Schwierigkeiten beim Lesen habe, werde ich diesen vermutlich nicht bis zum Ende lesen.

Mein Fazit ist also, dass die Geschichte ein super Potenzial hat, das Setting ist klasse, die geschichtlichen Hintergründe sehr interessant und gut beschrieben. Aber das Ganze könnte etwas kürzer und spannender gehalten werden und die Charaktere könnten etwas mehr Herzblut enthalten. 
Ich vergebe dem Buch 3 Sterne und hoffe, Band 2 wird eine Steigerung. 


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